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Hospizgedanke – der Mensch im Mittelpunkt

"Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen,
sondern den Tagen mehr Leben geben."

„Herberge“ oder „Gastfreundschaft“, so lautet die Übersetzung des lateinischen Begriffs „hospitium“. Er spiegelt den Leitgedanken der modernen Hospizarbeit wieder. Todkranke Menschen sollen ihren letzten – und oft auch schwersten – Lebensabschnitt in einer würdigen Umgebung verbringen und sich geborgen fühlen.
Im Ev. Hospiz Siegerland steht anstelle der medizinischen Heilung das Wohlbefinden der schwerkranken und sterbenden Menschen im Vordergrund. Oftmals sind es die „kleinen Dinge“, die den Hospizgästen besonders am Herzen liegen. Im Krankenhaus kann das Pflegepersonal den veränderten Bedürfnissen von sterbenden Menschen häufig nicht ausreichend gerecht werden. In einem Hospiz ist es für die Mitarbeiter selbstverständlich, besonders auf die individuellen Wünsche der Gäste einzugehen. Die Pflege im Hospiz erfolgt nicht nach starren Pflegekonzepten, sondern orientiert sich an den Bedürfnissen der Gäste.

Geschichte der Hospizbewegung

Das Hospiz ist als Herberge für müde, kranke oder alte Menschen aus dem römischen Reich und dem Mittelalter bekannt.

18. Jahrhundert
In Irland und Frankreich entstehen erste Unterkünfte für Sterbende.

1950
Die moderne Hospizarbeit entwickelt sich. Maßgeblich beteiligt ist Cicely Saunders. Sie formuliert den Hospizgedanken: „Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben geben.“

1967
In London eröffnet das erste Hospiz.

1985
In München wird der erste Hospizverein Deutschlands gegründet. In vielen Städten nehmen ehrenamtliche Hospizgruppen ihre Arbeit auf.

1995
Das Ev. Hospiz Siegerland eröffnet als eines der ersten 25 stationären Hospize in der Bundesrepublik.

2014
In Deutschland gibt es 220 Hospize, 230 Palliativ-Stationen und 1500 ambulante Hospizdienste.

Diakonische Hospizarbeit

Unser Hospiz ist weder Krankenhaus noch Heim oder Hotel. Hier wohnen Menschen, die unheilbar krank sind. Und trotzdem sollen sie ihre Lebensfreude nicht verlieren. Sie sind Gäste und keine Patienten. Sie haben eigene Zimmer, die sie mit persönlichen Gegenständen ausstatten können. Und sie genießen ungeachtet ihrer Religion, Herkunft und Weltanschauung eine Fürsorge, die eben kaum eine andere Einrichtung bieten kann. In unserem Hospiz finden sie ein neues Zuhause, das Privatsphäre und Gemeinschaft, Pflege und Medizin miteinander verbindet. Die Gäste sollen sich wohlfühlen.

Unsere Schwestern, Pfleger, Seelsorger und ehrenamtlichen Helfer schenken ihnen viel menschliche Wärme und Vertrautheit. Wir helfen und beraten. Lebenswert wird die Zeit im Hospiz auch durch die besondere Pflege und die medizinische Infrastruktur: Unsere Gäste sollen so wenig Schmerzen wie möglich haben, Übelkeit und Atemnot überwinden können – auch, wenn sie ihre Krankheit nicht mehr besiegen.

Die Pflege ist auf jeden Gast persönlich abgestimmt. Und die Betreuung richtet sich ausschließlich nach unseren Gästen und ihren Lebensgewohnheiten. Klein und persönlich ist unser Hospiz – für unsere Gäste wie für deren Angehörige. Was oft vergessen wird: In einem Hospiz hat neben der Trauer auch die Freude ihren Raum.

NotrufChatHome

Feuerwehr/Rettungsdienst: 112

Polizei: 110

Zentrale Notaufanhme: 02 71 3 33 45 13

Giftnotruf NRW: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge: 08 00 111 0 111